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Geburtsgeschichten

nach geburtsvorbereitender Hypnose

Eigener Geburtstag

Liebe Regina,

 

Schon zwei Wochen alt ist mein kleiner Sohn und endlich finde ich ein paar ruhige Minuten die frohe Nachricht zu verkünden:

 

 

Es war eine wunderschöne Spontangeburt begleitet von zwei unglaublich tollen liebevollen Hebammen aus dem Geburtshaus.

Da es eine sehr lange Eröffnungsphase gab (meinen kompletten Geburtstag)), hat der Kleine es sogar noch zu einem "eigenen Geburtstag" geschafft :-)

 

Vielen lieben Dank Dir für den schönen Geburtsvorbereitungskurs und die Akupunkturstunden! Ich glaube alles hat dazu beigetragen, dass es für mich und meinem Sohn (trotz der langen Dauer) eine entspannte Geburt war, auf die ich stolz bin und an die ich mich gerne zurückerinnere. Besonders passend und hilfreich war für mich auch der Spruch, den wir im Kurs erarbeitet haben.

 

(Kursteilnehmerin)

 

 

 

J. K. direkt nach Geburt
Und 2 Wochen älter

Es war einfach anders

Liebe Regina,

endlich komme ich dazu dir zu schreiben. 

 

Am Dienstag war ich noch bei meiner Frauenärztin. Diese sagte noch "ich glaube nicht, dass sich Ihr Kind in den nächsten Tagen auf den Weg macht".

Und am Mittwoch morgens um halb 5 hatte ich dann meinen Blasensprung. 

Der erste Gedanke war zwar "Oh Gott was mach ich denn jetzt", aber ich bin trotzdem erstaunlich gelassen und entspannt geblieben. 

 

Da die Farbe des Fruchtwassers okay war und ich einen Tag zuvor von meiner Frauenärztin erfahren habe, dass das Köpfen fest sitzt, habe ich erstmal in aller Ruhe meine Kliniktasche gepackt und bin anschließend mit meiner Mutter frühstücken gegangen. 

 

Zuerst war ich auch der Meinung, dass ich nur eine wirkliche Wehe hatte, da die komischen Unterleibschmerzen, die ich hatte, meiner Meinung nach zu leicht waren um Wehen sein zu können. 

Gegen 17 Uhr kamen die Wehen ca. alle 4 Minuten. Daraufhin sind wir in die Klinik gefahren. 

Dort angekommen, fühlte ich mich zwar immer noch entspannt, die Wehen blieben aber aus, obwohl sie auf der Autofahrt noch schön regelmäßig waren. 

 

Um das Risiko zu vermeinden, dass Keime in die Gebärmutter gelangen, habe ich einer vaginalen Untersuchung erstmal nicht zugestimmt. Somit wusste ich auch nicht wie weit die Geburt nun wirklich schon fortgeschritten war. 

Man schickte mich dann erstmal auf Station und in mein Zimmer, welches ich zum Glück zusammen mit meinem Mann beziehen konnte. 

Meine Mutter, die ich bei der Geburt dabei haben wollte, schickte man erstmal nach Hause, da es aus Sicht der Hebammen noch eine ganze Weile dauern würde, bis die Geburt überhaupt beginnen würde.

Wir hatten gerade meine Mutter zu ihrem Auto gebracht, da kamen die Wehen wieder. Dann auch immer stärker und in immer kürzeren Abständen. 

Gegen 21 Uhr waren wir bei alle 3 Minuten und so intensiv, dass ich lieber wieder in den Kreißsaal wollte. 

 

Als ich noch am CTG hing, gab man mir Paracetamol und Buscopan als Tabletten, die kamen jedoch wieder retour. Da ich mich bis dahin noch immer nicht untersuchen lassen wollte, sagte man mir, dass man mir nichts anderes gegen die Schmerzen geben könne, da man ja nicht wüsste woran man ist, außer einer PDA und die wollte ich nicht.

 

Ich ließ mich dann von meinem Mann in die Wanne bringen. In der Wanne ließ ich die Untersuchung dann zu. Das war gegen 0 Uhr und der Muttermund war bei 8 cm, da begannen auch die Presswehen. Plötzlich wurde die Hebamme leicht hektisch, sagte, dass sie den Kreißsaal vorbereiten wird und ich aus der Wanne muss, da ich das Kind dort nicht bekommen dürfte. Sie hatte wohl zur Entspannung Öle in das Wasser gegeben. Also habe ich versucht dem Pressdrang nicht nachzugeben, was natürlich fast unmöglich war. 

 

Dann erinnere ich mich, dass mein Mann und die Hebamme mich zusammen aus der Wanne geholt haben, mich kurz abgetrocknet und in den Kreißsaal gebracht haben. Ich konnte selbst kaum laufen und wollte bei jeder Wehe stehen bleiben, die beiden ließen mir aber keine Chance. 

 

Es ging dann alles recht schnell. Ich weiß noch, dass ich pressen sollte und ich das gar nicht verstanden habe, da mir gar nicht klar war, dass ich so kurz vor der Entbindung stand. Um 0:55 Uhr wurde meine Tochter dann auf normalem Weg geboren. 

Sie war ganz ruhig und hat nur mit ihren kleinen Augen geguckt was da um sie herum passiert. Da ich zum Glück keine Verletzungen hatte, musste auch nichts genäht werden.

 

Das war die Geschichte zu meiner Entbindung. 

Was genau mir meine Vorbereitungen auf diese Geburt und insbesondere dein Kurs wirklich während der Geburt gebracht hat, kann ich gar nicht genau sagen. Wirklich bewusst konnte ich ab einem bestimmten Zeitpunkt nichts mehr anwenden. Dafür waren die Wehen zu kräftig. 

Aber ich glaube, dass es mir insgesamt sehr viel gebracht hat. Ich wäre nicht so entspannt gewesen, hätte mich nicht so gut vorbereitet gefühlt, wenn ich z.B. deinen Kurs nicht gemacht hätte. 

Am meisten hat es mir wohl geholfen, dass ich immer wieder versucht habe mich auf meinen Atem zu konzentrieren. 

 

Ich habe mir eigentlich die gesamte Geburt anders vorgestellt, als es dann war. Auch die Wehen und Empfindungen während, vor und nach der Geburt... Aber es ist nicht schlechter oder besser als gedacht. Es war einfach anders. Ein ganz besonderes Erlebnis. 

Ich bin dankbar, dass alles so schnell und ohne Komplikationen geklappt hat. Dass ich keine Schmerzmittel benötigt habe und, dass ich schon am nächsten Tag wieder aufstehen und rumlaufen konnte. 

 

Jetzt habe ich dir fast einen kleinen Roman geschrieben. 

Ich danke dir von Herzen für den Kurs, den ich bei dir besuchen durfte. Auch die Termine bei dir in der Praxis haben mich sehr entspannt und ich glaube, dass ich alles richtig gemacht habe. 

 

Viele liebe Grüße

J. 

 

 

 

9:02

Mein gestriges Geburtserlebnis war in der Tat bemerkenswert.

 

Nachdem ich abends nach dem Zubettgehen schon nicht wirklich gut einschlafen konnte, habe ich irgendwann um halb 2 bewusst realisiert, dass mich ein regelmäßiges Ziehen im Unterbauch wach hält.

 

Später in der Nacht bin ich aufgestanden, habe geduscht, mich dann ins Bett gekuschelt und zum xten Mal die CD mit dem Hypnosetext gehört. Das hat mich so entspannt, dass ich im Anschluss daran zwischen den Wehen, die noch moderat waren, noch gut schlafen konnte.

 

Als die Wehen stärker wurden bin ich aufgestanden und habe meine Eltern angerufen, damit sie kommen und die Kinder abholen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich sehr unangenehme Wehen, die die Erinnerungen an die letzte Geburt sehr präsent machten.

 

Um zwanzig vor acht habe ich meine Hebamme, angerufen und erklärt, dass ich in die Klinik will und eine PDA möchte. Die letzte kräftige Wehe lag zu dem Zeitpunkt schon mehr als 10 Minuten zurück und die Hebamme bat mich Bescheid zu sagen, wenn die Wehen regelmäßig alle 6-7 Minuten kommen, damit wir uns dann auf den Weg ins Krankenhaus machen können.

 

Ich war danach total erleichtert über meine Entscheidung, hab meinen Mann und die Kinder geweckt, meine Eltern kamen dann auch schon und ich hab mich neben die Uhr gehockt und beobachtet, wie regelmäßig die Wehen nun kommen. Inzwischen war es ungefähr 8 Uhr und die Wehen kamen alle 6-7 Minuten. Um zwanzig nach 8 habe ich die Hebamme wieder angerufen.

 

Sie wollte noch schnell duschen und anrufen sobald sie im Auto sitzt. Mein Mann war auch noch nicht ganz fertig zum losfahren. Meine Kontraktionen wurden stärker, ich habe mich im Bad versteckt, damit die Kinder nichts mitkriegen, habe es aber schon nicht mehr geschafft, mein Tönen zu unterdrücken.

 

Um ca. halb 9 habe ich meinen Mann gebeten die Hebamme anzurufen, sie saß schon im Auto. Ich habe ihr gesagt, dass ich nicht glaube, dass das mit der PDA noch was gibt, und ob wir uns von daher beim Geburtshaus treffen sollen.

 

Dann kam die nächste Wehe, die Hebamme am Telefon fragte: Musst du pressen, ich: ja, sie: bleibt da, ich komm zu euch nach Hause. Ich bin hoch ins Badezimmer, hab mir die Hose ausgezogen, mich vor die Badewanne gekniet, dem Teppich unter mir kurz auf Wiedersehen gesagt und mit den nächsten Wehen schon gepresst.

 

Ach ja, ich habe noch Wasser angemacht mit der Idee, vielleicht in der Wanne zu entbinden. Dann ist ziemlich flott die Fruchtblase geplatzt, mein Mann war dabei. Mit der nächsten Wehe konnte ich schon den Kopf fühlen. Dann hat die Hebamme geklingelt und mein Mann ist runter um ihr die Tür aufzumachen.

 

Nächste Wehe und da war er, der Kopf auf meiner Hand, ich hab die Nase und das Gesicht auf meiner Handfläche gefühlt, dann kam auch schon das ganze Baby hinterher gerutscht. Und so hockte ich da, mein kleines Neugeborenes in der Hand, das kurz danach zu schreien angefangen hatte, als mein Mann und die Hebamme die Treppe rauf gestürmt kamen.

 

Als Geburtszeitpunkt haben wir nachher 9.02 rekonstruiert, ich hatte leider vergessen, auf die Uhr zu sehen ;-) . Ich bin im nachhinein total glücklich darüber wie es gelaufen ist und ich freue mich irgendwie besonders über meinen eigenen aktiven Part.

 

Ich bin nicht, wie beim letzten Mal, von der Geburt einfach weggerissen worden, sondern ich habe es diesmal selbst gemacht, ich habe mein Kind geboren und wusste genau, was zu tun war. Das stärkt mich sehr und ich fühle mich heute, einen Tag danach großartig.

 

Unter der Geburt angewandt habe ich von dem im Kurs Erlernten die Trance mit dem Bild von der guten Geburt, wobei das ab einer gewissen Wehenintensität nicht mehr funktioniert und die Visualisierung von dem sich öffnenden Muttermund. Letzteres hat mit Sicherheit den schnellen Fortschritt der Geburt ganz wesentlich (mit) verursacht.

 

(Kursteilnehmerin)

Badewannenkompatibel

Mitte Februar 2014, wurde unser zweiter Schatz, geboren.

 

Er kam nach tatkräftiger Unterstützung durch die Hebamme, meine Schwester und natürlich meinem Mann und mir in unserer Badewanne zur Welt. Er war fast 800g schwerer als sein großer Bruder seinerzeit.



Körperlich war die Geburt wahrscheinlich nahezu optimal. Für meinen Kopf brauchte ich viel Zuspruch von meiner Hebamme. „Hab' Mut", war ein öfter gesprochener Satz in diesen Stunden. Einmal in die Badewanne gestiegen, verließ ich sie erst gute sechs Stunden später, als mein Sohn da war.

 

Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, mein Kind an irgend einem anderen Ort zur Welt zu bringen. Dabei habe ich wohl unbewusst auf meine Vision der „guten Geburt" hingearbeitet.

 

Ich hatte im Kurs visualisiert, wie ich mein Baby aus dem Wasser in Empfang nehme und auf meine Brust lege. Dazu entstand dieser intensive Blütengeruch. Gleichzeitig hatte ich damals für mich eher ausgeschlossen, dass die Geburt tatsächlich in unserer Badewanne stattfinden würde, da ich eigentlich nicht so „badewannenkompatibel" bin.

 

Die Wanne ist so groß und ich flutsche beim Baden immer irgendwie weg. Aber für die Geburt war das Wasser für mich das perfekte Element. Begleitet vom Blütenduft und lieben, fürsorgenden Menschen um mich herum konnte diese Vision tatsächlich wahr werden.

 

(Kursteilnehmerin)

Traumhaftes Wetter

Alles war so, wie ich es mir gewünscht habe.

 

Es war traumhaftes Wetter, mein großer Sohn war gut versorgt und ich konnte den Verlauf der Geburt erleben. Meine Mindmap mit meinen Bildern für die Gute Geburt wurde mir immer dorthin geklebt, wo ich mich grade befand. (Obwohl ich es eigentlich gar nicht mehr brauchte, weil es sich schon in mein inneres Auge eingebrannt hatte.)


Mit diesen inneren Bildern konnte ich gut arbeiten. Und während der Presswehen habe ich mir selber Mut gemacht.


Ich finde, dass sich der Geburtsvorbereitungskurs mit Selbsthypnose sich sehr gelohnt hat! Auch wenn ich nicht alles anwenden konnte, oder ich auch vorher schon von einer guten Geburt überzeugt war, hat mir der Kurs viel mit auf den Weg gegeben.

 

(Kursteilnehmerin)

Wie in Trance

Ich habe genau gefühlt, dass die Geburt schnell geht.

 

Obwohl die Weheh sehr kräftig waren habe ich den Muttermund noch weicher machen können und gespürt, dass er sich schnell öffnet. Das war die erste Geburt ohne Medikamente, nach der Geburt habe ich den Hormonschub sehr stark wahrgenommen und war deutlich fitter als nach den ersten 2 Geburten.

 

Jetzt kann ich nachvollziehen, was all die körpereigenen Hormone machen. Meine Hebamme sagte mir im Anschluß, dass ich super geatmet und getönt habe, in den sehr kurzen Wehenpausen konnte sie von außen sehen, dass ich die Zeit zum regenerieren nutze und sie hat mich wie in Trance wahrgenommen.

(M. mit M. Im September 2014)

Job übernommen

Liebe Regina,
jetzt endlich komme ich dazu Dir zu schreiben und Dir von meiner guten Geburt zu berichten und ich muss sagen es war wirklich eine gute Geburt und ich bin so dankbar und so stolz.


Ich hatte bereits 2 Wochen bevor sie kam, schon einen wie meine Hebamme sagte "einen reifen Befund", eine Woche vor der Geburt war der Muttermund schon 3 cm offen und ich war ganz ungeduldig.


Am Samstag bin ich dann morgens aufgewacht und spürte ein immer wiederkehrendes ziehen in meinem Unterleib, um 13:30h war ich dann bei der Hebamme, die mich ans CTG anschloss und bestätigte „ja, du hast Wehen“.

 

Wir verabredeten dann, dass ich wenn die Abstände größer werden oder die Wehen intensiver, ich die Hebamme anrufe und wir uns im Kreissaal treffen. Ich fuhr dann mit meinem Freund nach Hause, wir bestellten uns etwas zu essen und schauten Fernsehen und waren beide sehr entspannt. Ich konnte irgendwie gar nicht richtig glauben das es losgeht. Die Wehen waren zu jedem Zeitpunkt für mich zum aushalten, gegen 17 Uhr wurden sie dann in ihrer Intensität schon heftiger, aber die Abstände waren immer noch recht groß und unregelmäßig 5,8,10 und 15 Minuten.

 

Daher dachte ich das dauert noch und wollte lieber noch Zuhause bleiben, als schon in den Kreissaal zu fahren. Mein Freund bestand aber darauf. Im Krankenhaus angekommen wurde ich dann erstmal ans CTG gehängt und untersucht. Mein Muttermund war bereits 9cm offen und ich konnte das nicht glauben. Ich musste dann 30 min am CTG bleiben, weil die Herztöne des Babys am Anfang zu hoch waren und ich ja gerne in die Gebärwanne wollte. Nach den 30min CTG war dann dass Zimmer mit der einzigen Gebärwanne besetzt.

 

Im Kreissaal in dem ich dann war gab es aber auch eine Badewanne eher zum entspannen, aber als ich dort hinein stieg war mir einfach klar, hier steig ich nicht mehr raus. Im Wasser hab ich mich direkt puddelwohl gefühlt und konnte mich total gut entspannen. Für mich ging es ab diesem Zeitpunkt auch erst richtig los. Die Wehen kamen jetzt immer schneller hintereinander, was ich unglaublich anstrengend fand und ein paar mal musste ich auch  jammern. Ich hab mir aber die ganze Zeit laut Mut gemacht. Ich hab mir eigentlich die ganze Zeit selber Anweisungen gegeben wie „Katja, entspanne Dich“ ,"Katja, dein Körper ist dafür gemacht Kinder zu bekommen“ "Katja, mach dich ganz weit".

 

Und ich hab mich einfach auf die gute Geburt  konzentriert und war total motiviert. Ich hab schon recht früh angefangen zu pressen und mitzuhelfen und war total ungeduldig, weil ich das Gefühl hatte es passiert nichts, obwohl die Hebamme mir immer sagt wie der Stand der Dinge ist und ich auch selbst in mich hineingefasst habe und das Köpfchen schon weit unten mit dem Finger gefühlt habe. Irgendwann kamen dann die Presswehen, die ich als unglaubliche Kraft und Erleichterung für mich empfand.

 

Irgendwann habe ich dann einen sehr starken Druck gespürt und da wußte ich, jetzt kommt das Köpfchen und dann sagte die Hebamme auch schon, dass dass Köpfchen draußen ist und das ich ruhig mal fühlen könnte, ich hab dann mit der Hand ganz weiche Haare gespürt. Bei der nächsten Wehe habe ich dann noch 2 mal gepresst und meine Tochter war geboren. Sie wurde mir dann direkt auf die Brust gelegt und ich konnte es einfach nicht glauben.

 

Das ist schon ein sehr spezieller Moment, der sich ganz tief bei mir eingebrannt hat. Ich musste natürlich vor Freude weinen und hab sie geküsst.  Die Geburt also der Zeitpunkt ab dem ich in der Badewanne war, hat knapp 3 Stunden gedauert, dass kam mir wesentlich kürzer vor. Nach dem ich aus der Wanne raus war hatte wir dann ganz viel Zeit und Ruhe im Kreissaal um unsere Tochter zu bestaunen. Wir haben uns dann auch dazu entschieden nicht im Krankenhaus zu bleiben, sondern nach Hause zu gehen, dass war auch vorher immer mein Wunsch gewesen.

 

Gegen 3 Uhr haben wir dann dass Krankenhaus verlassen und ich habe meine Tochter in meinen Armen dort rausgetragen. Rückblickend war das Erlebnis der Geburt durchweg positiv für mich und ich bin unglaublich Dankbar. Die Ruhe und Gelassenheit die ich dabei hatte, hab ich zum größten Teil in dem Kurs erfahren. Die Hebamme hat am nächsten Tag zu mir gesagt, dass sie es total erstaunlich fand, wie ich mich die ganze Zeit selbst motiviert habe und mir die Angst genommen habe. Sie meinte sie hätte ja gar nichts sagen müssen, ich hätte ja schon fast ihren Job übernommen. Mir war das gar nicht so bewusst gewesen.

 


Ich bin sehr dankbar und glücklich über meine gute Geburt.

 

(Kursteilnehmerin, Name geändert)

Das Herz schlägt

Da  mein Sohn erst  zwei Tage nach dem Termin kam, war ich schon ein bisschen ungeduldig.


 
Ich hatte übrigens über mindestens zwei Wochen die Senkwehen deutlich gespürt...
 
Am Samstag, war es dann soweit, ich bekam morgens Wehen und irgendwie war ich mir schon im Bett mit den leichteren Wehen ziemlich sicher, dass der Kleine kommen würde.
 
Die Wehen waren dann auch schnell schon ziemlich lang und regelmäßig, kurz darauf beim Frühstücken haben wir dann auch mal die Zeiten gestoppt, und da die Wehen schon alle zwei bis drei Minuten kamen und jeweils ca. eine Minute dauerten, war ich schon fast irritiert, denn sie taten zwar weh, aber ich dachte: „Wenn's das schon war, ist es ja wirklich gar nicht schlimm!"
 
Die Hebamme kam kurz vorbei, um nachzuschauen, es war aber recht schnell klar, dass noch Zeit war, und sie ging nochmal heim, um zu Mittag zu essen.
 
Während ich zu Hause wartete, dass die Kontraktionen stärker wurden, habe ich mir die Hypnose CD , die wir in der letzen Kursstunde bekommen haben noch einmal angehört und das hat mir das Warten wirklich erleichtert, bzw. sicherlich auch geholfen und während der stärker werdenden Kontraktionen und Schmerzen trotzdem bei mir zu bleiben. Außerdem hat es mich entspannt.
 
Tatsächlich habe ich meinen Freund auch kurz (vielleicht eine halbe Stunde) raus geschickt, damit ich mich besser auf mich selbst konzentrieren kann, denn er war irgendwie ein bisschen hilflos, was zu tun sei, und das hat mich dann eher gestresst als beruhigt.
 
Nachmittags, ca. gegen vier, kam die Hebamme, nachdem wir nochmals telefoniert hatten, dann vorbei und nahm mich mit ins Geburtshaus. Auf dem Weg dahin wurden die Kontraktionen für mich anstrengender und es war schwieriger, bei dem Geruckel im Auto bei mir zu bleiben (Ich denke, so ein Transport kann einen einfach aus der Ruhe bringen.).
 
Im Geburtshaus angekommen hatte ich schon sehr starke Wehen. Nach dem CTG, das ich selbst kaum wahrnahm, ging ich in die Badewanne, was wirklich entspannend und angenehm war.
Spätestens hier war ich sehr bei mir und habe fast nur über Nicken und Kopfschütteln kommuniziert.
 
Mein Freund machte dann Musik an, wie ich es mir gewünscht hatte, was zwar sehr schön war, aber irgendwie auch nicht mehr so wichtig.
 
Allerdings wurde mir die passive Wartezeit, bis der Muttermund geöffnet war, irgendwann fast unerträglich, ebenso wie die Schmerzen, und damit einhergehend tauchten meine Ängste auf. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich irgendwie schon, ich könne das niemals schaffen. Hier haben mir die Unterstützung in Wort und Tat von den beiden Hebammen und meinem Freund sehr geholfen.
 
Irgendwann kamen dann die Presswehen. Beim Übergang dazu war meinem Gefühl nach kurz mal „was komisch" und  die Hebamme sagte mir auch kurz darauf, dass die Herztöne des Kleinen nicht so gut seien. Von nun an wurden immer wieder die Herztöne gemessen, was mich auch immer wider ein bisschen „wegholte" und sehr unangenehm war.
 
Die Hebammen und mein Freund unterstützen mich dann, aus der Wanne und auf das Bett zu gehen und halfen mir dort in verschiedene Stellungen. Für mich persönlich war das Gefühl, nicht alleine zu sein, sondern mich voll auf Unterstützung verlassen zu können, sehr wichtig.
 
Auf dem Bett ging dann alles irgendwie schneller, und ich war sehr froh, richtig aktiv pressen und etwas tun zu können, und bald war mein Sohn da. Er kam auf die Welt, als das Lied Hjartað hamast (von Sigur Ros, einer isländischen Band) gerade lief, was soviel bedeutet wie „das Herz schlägt".
 
Während der ganzen Zeit war es vor allem das Bild des lockeren MutterMundes, an das ich mich immer wieder erinnert habe, und das mir geholfen hat, mich etwas zu entspannen, vor allem in den Pausen. Und die Musik war, wie gesagt, schön, aber nicht das Wichtigste.
Der Rest ging dann eher wie von selbst, an viele konkrete Sachen konnte ich da nicht denken.
 
Insgesamt war ich nur gute zwei Stunden im Geburtshaus, bis mein Sohn geboren war.
 
Vor allem waren wir überglücklich am Ende. Auch wenn ich also wirklich hart gearbeitet hatte: Bereits in dem Moment, als er da war, war ich einfach nur noch glücklich damit, wie es passiert ist.

In diesem Sinne hatte ich meine gute Geburt.

 

(Kursteilnehmerin)